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Damen 1 | Damen verspielen binnen zwei Minuten drei Punkte

BAD KREUZNACH | Bitterer kann ein Team nicht verlieren. Sieben Sekunden sind in der IGS-Halle noch zu spielen, als die Referees auf Strafecke gegen den Kreuznacher HC entscheiden. Bis sich die Hockeyspielerinnen positioniert haben, ist die Uhr längst abgelaufen, doch der Dürkheimer HC darf den Standard natürlich noch ausführen. Alle sind aufs Höchste gespannt, dann die Hereingabe, ein Schlag von Laura Pfaff – und der Ball liegt im Tor. Es ist die allerletzte Aktion der Partie, angepfiffen wird danach nicht mehr. Die Gäste können ihr Glück kaum fassen, schreien ihre Freude laut heraus. Kein Wunder, schließlich ist ihnen mit dem 3:2 (0:2) der erste Sieg in der Zweiten Regionalliga gelungen.


„Das ist bitter“, brachte es Maya Eberts, die zum vierköpfigen Trainerteam des KHC gehört, auf den Punkt. Bitter auch für sie persönlich, denn es war ihre Abwehraktion gewesen, die mit der entscheidenden Strafecke geahndet wurde. „In dem Moment war das ein sehr unglücklicher Pfiff, ich weiß auch gar nicht warum“, sagte Maya Eberts, wollte den Schiedsrichtern aber keinen Vorwurf machen. Dass die Gastgeberinnen mit hängenden Köpfen vom Feld schlichen, verwundert kaum. Bis zur 58. Minute hatten sie vorne gelegen, zwei Minuten später standen sie mit leeren Händen da.
Es war allerdings absehbar gewesen, dass die Partie kippen könnte. Die erste Hälfte hatten die KHC-Frauen dominiert. Wie geplant setzten sie den Gegner frühzeitig unter Druck. „Dürkheim hat vergangene Woche 1:9 in Mainz verloren. Wir wollten genau da anknüpfen, damit Dürkheim nicht ins Spiel kommt“, erklärte Maya Eberts. Zunächst lief auch alles nach Wunsch. Lediglich die Chancenverwertung ließ zu wünschen übrig, speziell nach dem Führungstreffer (12.), dem eine schöne Kombination von Maya Eberts und Sarah Benkstein vorausgegangen war. Franziska Bauch brauchte den Ball nur noch über die Linie drücken. Um Sicherheit zu gewinnen und ihre Position zu festigen, hätten die Gastgeberinnen schnell nachlegen müssen. Denn der DHC versteckte sich nicht, kam zunächst aber nicht an KHC-Torhüterin Ann-Catinca Reiniger vorbei.


Als Sarah Benkstein kurz vor der Pause die zweite (und letzte) Strafecke der Gastgeberinnen nutzte und auf 2:0 stellte, war die Erleichterung spürbar – auch bei den KHC-Anhängern. Doch wer dachte, der Treffer würde das Team beflügeln, irrte. Nach dem Seitenwechsel verschoben sich die Verhältnisse, fortan gaben die Pfälzerinnen den Ton an und kamen durch Siegtorschützin Pfaff zum Anschlusstreffer (42.). „Uns war klar, dass die Dürkheimerinnen hintenraus Druck machen, dass sie punkten wollen. Denn sie hatten erst einen Punkt“, erklärte Maya Eberts. Ihr Kollektiv ließ sich zusehends zurückdrängen, schaffte es nicht mehr, eigene Chancen zu kreieren. „Die Gäste haben in der zweiten Hälfte sehr viel Druck gemacht, auch guten Druck. Da müssen wir schauen, dass wir stabilere Anspielmöglichkeiten haben, um sicher hintenraus zu kontakten“, analysierte die Bad Kreuznacher Spielführerin. So sehr Benny Blaschke – der frühere Zweitliga-Keeper des KHC hatte das Coaching an der Seitenlinie übernommen – auch Ruhe und Besonnenheit einforderte, die Partie wurde immer hektischer und zerfahrener.


Der Gegner drängte mit Macht auf die Entscheidung, brachte viereinhalb Minuten vor dem Ende eine sechste Feldspielerin. Und die offensive Maßnahme wurde prompt belohnt. Nach dem 2:2 (58.) wechselten die Gäste wieder zu gewohnter Formation mit Torfrau zurück, schließlich wäre ein Zähler für sie schon ein Erfolg gewesen. Dass es sogar drei wurden, damit hätte wohl auch im DHC-Lager kaum einer gerechnet.


Für den Kreuznacher HC spielten: Reiniger – Bauch, Benkstein, Eberts, Wagner, Zerback, Arend, Kurpejovic, Espenschied, Kern.

 

Oeffentlicher Anzeiger (Ost) vom Montag, 4. Dezember 2017, Seite 27
Von unserer Mitarbeiterin Tina Paare
Foto: Klaus Castor

 

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